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Grundprinzipen und Zielvorstellungen |
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Ziele der Europäischen Schulen |
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Die Worte, die die grundlegenden Zielsetzungen der Europäischen Schulen zum Ausdruck bringen, sind in die Grundsteine aller Schulen verankert worden:
“Zusammen erzogen, von Kindheit an von den trennenden Vorurteilen unbelastet, vertraut mit allem, was groß und gut in den verschiedenen Kulturen ist, wird ihnen, während sie heranwachsen, in die Seele geschrieben, dass sie zusammengehören. Ohne aufzuhören, ihr eigenes Land mit Liebe und Stolz zu betrachten, werden sie Europäer, geschult und bereit, die Arbeit ihrer Väter vor ihnen zu vollenden und zu verfestigen, um ein vereintes und blühendes Europa entstehen zu lassen.” |
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Zielvorstellungen
Ziel ist es,
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den Schülern Vertrauen zu geben in ihre eigene kulturelle Identität - Grundlage ihrer Entwicklung zu Europäern;
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ihnen eine solide Allgemeinbildung zu vermitteln, aufgebaut auf einem breiten Fächerangebot vom Kindergarten bis zur Hochschulreife;
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ein hohes Niveau in der Muttersprache wie auch in Fremdsprachen zu erreichen;
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das Wissen in Mathematik und in Naturwissenschaften während der gesamten Schulzeit zu fördern;
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in jedem Bereich und insbesondere in Humanwissenschaften eine europäische und globale Einstellung zu fördern;
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die Kreativität in Musik und darstellender Kunst zu unterstützen und eine Wertschätzung des großen kulturellen Erbes der europäischen Zivilisation zu vermitteln;
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sportliche Fähigkeiten zu entwickeln und den Schülern und Schülerinnen eine gesunde Lebensführung durch die Teilnahme an sportlichen Aktivitäten sowie Freizeitaktivitäten nahezubringen;
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die Schüler und Schülerinnen durch erfahrene Berater bei der Wahl ihrer Fächer und in den letzten Jahren der Sekundarstufe bei den Entscheidungen ihrer Berufs- oder Studienwahl zu unterstützen;
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Toleranz, Zusammenarbeit, Kommunikationsbereitschaft und Interesse innerhalb der Schulgemeinschaft sowie darüber hinaus zu verstärken;
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die persönliche, soziale und akademische Entwicklung der Schüler und Schülerinnen zu unterstützen und sie auf die nächste Etappe ihres Bildungsprozesses vorzubereiten.
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Grundprinzipen
Vor dem Hintergrund der oben genannten Zielsetzungen beruht der pädagogische Aufbau der Schulen auf folgenden Grundsätzen:
Die Hauptfächer werden in den offiziellen Sprachen der Europäischen Union unterrichtet. Die Muttersprache des Schülers oder der Schülerin (L I) bleibt also
seine/ihre erste Sprache während der gesamten Schulzeit.
Deshalb gibt es an jeder Schule verschiedene Sprachabteilungen, aber die Fächeraufteilung und die Lehrpläne sind (ausgenommen in der Muttersprache) in allen Abteilungen gleich.
An den Schulen, in denen die Gründung einer eigenständigen Sprachabteilung nicht möglich ist, wird auf Beschluss des Obersten Rates für die Schüler(innen), für die es keine eigene Sprachabteilung gibt, ein Unterricht in der Muttersprache gewährleistet. Darüber hinaus ist ein spezifischer Förderlehrplan für die Sprache der Abteilung, die diese Schüler(innen) besuchen, eingerichtet worden, um ihre Integration zu erleichtern und es ihnen zu erlauben, in kürzester Zeit dem Unterricht in der Sprache zu folgen, die nicht ihre Muttersprache ist.
Um die Schulgemeinschaft zu fördern und eine echte multikulturelle Erziehung zu unterstützen, wird besonderes Gewicht auf das Erlernen, Verstehen und Benutzen fremder Sprachen gelegt. Um dieses Ziel zu erreichen, werden verschiedene Mittel eingesetzt:
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Der Unterricht in einer ersten Fremdsprache (Deutsch, Englisch oder Französisch, bezeichnet als L II) ist Pflichtfach von der ersten Klasse der Grundschule an bis zum Abitur.
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Alle Schüler(innen) müssen mit Beginn der zweiten Klasse der Sekundarstufe eine zweite Fremdsprache erlernen (L III). Jede der in der Schule angebotenen Sprachen kann gewählt werden.
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Von der vierten Klasse der Sekundarstufe an können die Schüler eine dritte Fremdsprache (L IV) erlernen. Jede der in der Schule angebotenen Sprachen kann gewählt werden.
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Die Sprachklassen setzen sich aus Schülern(innen) unterschiedlicher Nationalität zusammen und werden von einer Lehrkraft unterrichtet, die diese Sprache als Muttersprache spricht.
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In der Grundschule bringt eine sog. "Europäische Stunde" pro Woche Kinder aus allen Sprachabteilungen zu Spielen, kulturellen oder künstlerischen Tätigkeiten zusammen.
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In der Sekundarstufe sind die Klassen in Kunst, Musik und Sport immer aus Schülern(innen) unterschiedlicher Sprachabteilungen zusammengesetzt.
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Von der dritten Klasse der Sekundarstufe an werden Geschichte und Geographie in der ersten Fremdsprache des(der) Schülers(in) (Deutsch, Englisch oder Französisch) unterrichtet, die auch als Hauptsprache bezeichnet wird. Der Unterricht in Wirtschaftskunde, der von der vierten Klasse der Sekundarstufe an als Wahlfach angeboten wird, wird ebenfalls in einer der Hauptsprachen erteilt. All diese Fächer werden von der dritten Klasse der Sekundarstufe an in Gruppen von Schülern unterschiedlicher Nationalität unterrichtet.
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Schließlich vereinfacht die tägliche Begegnung auf dem Schulhof, in den Fluren und Pausenräumen das Erlernen von Fremdsprachen und fördert das Verständnis dafür, dass die Nutzung dieser Sprachen nicht nur notwendig sondern auch ganz natürlich ist.
An allen Europäischen Schulen werden die individuellen Glaubensbekenntnisse und persönlichen Überzeugungen respektiert. Religionsunterricht oder Unterricht in nichtkonfessioneller Moral sind Bestandteil des Lehrplans. |
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